Entwurf mit Schwerpunkt Struktur für einen Ausstellungsraum sowie einen Schulungsraum. Wandsystem entwickelt aus Holz und Reisig.

In der Vorübung entwickelten wir ein System, das Abfallmaterial wie Reisig in ein flächiges Fassadenelement integriert. Das Konzept wurde für den Pavillon weitergedacht und basiert auf traditionellen Architekturtypen, wie dem sardinischen Reisigdach. Hier wurde Reisig für Wände und Dächer verwendet, was aus wirtschaftlicher Sicht effektiv war. Die Herausforderung bestand darin, die Reisigfelder nachträglich zu stopfen und unter Druck zu setzen, um eine stabile Fläche zu erhalten. Ich entwickelte einen Knoten im Sturzbalken, der dieses Problem löst und die Reisigfüllung zugänglich macht. Das entstandene Raster definiert die Raumgrössen, wobei der Pavillon als Verbindung zwischen Hochschule und Bahnhof dient. Er soll als repräsentativer, aber anpassbarer Raum fungieren. Der Pavillon lebt von Einfachheit und Klarheit, mit einer streng gerasterten Fassade, die den Passanten Einblick in das Innenleben gewährt. Im Inneren wird das Reisig sichtbar, und der Raum passt sich durch Höhenunterschiede der Nutzung an.

betreut durch Prof. Annika Seifert